Jorge Bucay – Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Demian ist verzweifelt. er hat so viele Fragen an das Leben, findet aber keine Antworten. Verzweifelt wendet er sich an den Psychoanalytiker Jorge. Doch der wendet eine seltsame Therapie an. Statt Demian Antworten oder Medikamente zu geben, erzählt er ihm Märchen, Sagen der klassischen Antike, sephardische Legenden, Sulfi-Gleichnisse, Zen-Weisheiten oder eigene erfundene Geschichten. Anfangs ist Demian irritiert und lässt sich nur zögernd auf die Therapie ein. Doch je mehr er über diese Geschichten nachdenkt, desto mehr Antworten auf seine Fragen findet er.

Fazit:
Jorge Bucay hat ein Buch zur Selbsthilfe geschrieben. Ich würde behaupten, dass jeder, egal in welcher Lebensphase, Stimmung, Krise etc. er sich befindet, mindestens eine Geschichte im Buch entdeckt, die ihm hilft, eine andere Perspektive bietet oder einfach zum Nachdenken anregt. Ich habe in dem Buch keine Hilfe gesucht aber ich habe sie gefunden. Gleich die erste Geschichte hat mich sehr beeindruckt und lange beschäftigt. Die Geschichte vom Zirkuselefanten, der an einen Holzpflock gebunden ist. Was hält den Elefanten zurück? Warum befreit er sich nicht und flieht? Es wäre eine Leichtigkeit für ihn. Der Elefant flieht nicht, weil er nicht daran glaubt, dass er es kann. Er hat von klein auf gelernt, dass sein Kampf aussichtslos ist. Und so geht es auch vielen Menschen. Sie nehmen Chancen nicht wahr, weil sie vielleicht vor langer Zeit einmal daran gescheitert sind und nun nicht mehr daran glauben, dass sie es schaffen können. Die Lehre, die man aus dieser Geschichte ziehen kann: Der einzige Weg herauszufinden, ob man etwas kann oder nicht, ist es auszuprobieren, mit vollem Einsatz, mit ganzem Herzen.

Die Weisheit der dritten Geschichte beschäftigt mich ebenfalls immer wieder. Wenn man sich von etwas oder jemandem abhängig fühlt, sollte man sich bewusst machen: „Es ist nicht die Brust, die nährt, es ist die Milch.“

So geht es mit nahezu jeder Geschichte. Mal denkt man mehr darüber nach, mal weniger. Eine Antwort findet man in diesem Buch auf jeden Fall, auch wenn man die Frage noch gar nicht kennt.

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Florian Illies – 1913

Ein Buch über ein Jahr. Das letzte Friedensjahr. Das Jahr bevor sich Europa in jahrzehntelanges Chaos stürzt. Ein Jahr voller Ereignisse:
Hitler und Stalin, die beiden größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts, sind zur selben Zeit in Wien. Unabhängig voneinander. Noch haben sie keine Macht, noch kennen sie sich nicht. Auch der Kroate Josip Broz befindet sich in Wien. Später kehrt er in seine Heimat zurück und nennt sich Tito. „Florian Illies – 1913“ weiterlesen

1. Tag auf der Frankfurter Buchmesse

Seit ungefähr 20 Jahren sage ich jedes Jahr, wenn der Auftakt der Buchmesse durch die Presse geistert: „Buchmesse! Nächstes Jahr bin ich auch dabei.“ Und dieses Jahr war es endlich so weit. Zum Geburtstag hat mir mein Freund ein Wochenende auf der Messe geschenkt. Monate vorher haben wir Anreise, Unterkunft und Veranstaltungstermine geplant. Und trotzdem war ich bei unserer Ankunft von der Größe und der Menschenmenge in den Hallen überwältigt.

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Blick in den Innenhof.

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