Eckhart Nickel – Gebrauchsanweisung für… Portugal

Portugal ist ein kleines Land am Südwestrand Europas. Gerade sind die Portugiesen zum ersten Mal Europameister geworden. Ihren Ruhm erwarben sie sich jedoch schon viel früher. Vasco da Gama, ein Portugiese, begründete mit seinem Aufbruch über den Atlantik das Zeitalter der Eroberungen. Bis heute findet man in Portugal zahlreiche Spuren der Epoche.

Dieses faszinierende Land mit der üppigen Vegetation sollte man bevorzugt mit dem Zug bereisen, sofern man sich fortbewegen möchte. Auto fahren ist aufgrund des sehr abenteuerlichen Fahrstils der Portugiesen nicht unbedingt die sicherste Art der Fortbewegung.
Als Unterkunft sind Quintas oder Pousadas zu empfehlen, alte Gutshäuser, die zu kleinen Hotels oder Pensionen umgebaut wurden. Der Portugiese hegt wenig Interesse an einer Wohnung im Altbau.
Die Portugiesen haben eine ausgeprägte Kaffee- und die älteste europäische Teekultur. Ein Café ist daher unbedingt zu besuchen, schon allein um ebenfalls eines der köstlichen Gebäcke zu probieren. Nur noch zwei weitere Getränke kann man in Portugal trinken: Wasser und Wein. Der allgegenwärtige Portwein darf bei einem Besuch daher nicht verschmäht werden. Von den überzuckerten angeblichen Fruchtsäften und Limos sollte der deutsche Tourist allerdings lieber die Finger lassen. Wenn dann zum Portwein noch der Fado, dieser melancholische Volksgesang, serviert wird, hat man doch alles erlebt.

Fazit:
Die Reihe „Gebrauchsanweisung für …“ aus dem Piper Verlag habe ich schon vor einiger Zeit für mich entdeckt. Nicht nur zur Reisevorbereitung, auch um das Land oder die Region kennenzulernen. Schon im vergangenen Jahr habe ich mich mit diesem schmalen Bändchen auf unsere Reise nach Barcelona vorbereitet und konnte meinem Freund einige Dinge zeigen, die in keinem Reiseführer erwähnt werden.
Nach diesem Heftchen freue ich mich noch mehr auf unsere Reise nach Lissabon im Herbst. Ich werde einen Kaffee trinken im Café Nicola, dem Fado bei einem Glas Portwein lauschen, mich auf die Suche nach Spuren der Entdeckerzeit machen und ein portugiesisches Olivenöl sowie ein Andenken aus Kork mitbringen.
Zur Vorbereitung muss noch ein Buch von Pessoa her, das ich bei einem Glas Niepoort „Fabelhaft“ lesen werde.
Ich spüre es schon: Saudade!

2. Tag auf der Frankfurter Buchmesse

Den vorherigen Abend habe ich genutzt, meinen Plan für den Sonntag auf der Buchmesse zu überarbeiten. Nach einer erholsamen Nacht im wirklich schönen NH Hotel ging es um 10 Uhr auf die Messe. Da auch nach einem Update der App nicht herauszufinden war, wo das Buchmessen-Quartett Thea Dorn, Ijoma Mangold, Denis Scheck und Felicitas von Lovenberg im Rahmen der Sendung „lesenswert“ vom WDR stattfindet, haben wir kurzerhand „Martensteins Morgenmesse“ als erstes Ziel des Tages auserkoren. Diese fand selbstverständlich am Stand der ZEIT statt. Harald Martenstein, Kolumnist des ZEIT Magazins, las aus seinem aktuellen Buch „Die neuen Leiden des alten M.“ einige Kapitel. Ich bin ein großer Fan seines unaufgeregten, zynischen Schreibstils. Und wenn er seine Kolumnen auch noch selber vorträgt sind sie noch besser.

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Martensteins Morgenmesse

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1. Tag auf der Frankfurter Buchmesse

Seit ungefähr 20 Jahren sage ich jedes Jahr, wenn der Auftakt der Buchmesse durch die Presse geistert: „Buchmesse! Nächstes Jahr bin ich auch dabei.“ Und dieses Jahr war es endlich so weit. Zum Geburtstag hat mir mein Freund ein Wochenende auf der Messe geschenkt. Monate vorher haben wir Anreise, Unterkunft und Veranstaltungstermine geplant. Und trotzdem war ich bei unserer Ankunft von der Größe und der Menschenmenge in den Hallen überwältigt.

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Blick in den Innenhof.

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