Tom Rachman – Aufstieg und Fall großer Mächte

Rachman_Aufstieg und Fall großer MächteDieses Buch landete bereits vor ca. zwei Jahren auf meiner Wunschliste „Sachbücher“. Zu der Zeit schwärmten viele Leser und Blogger davon und der missverständliche Titel verleitete mich zu dieser Einordnung. Erst als ich mir das Buch nach Herausgabe der Taschenbuchversion bestellte, schaute ich es mir etwas genauer an. Klar hätte mir der Klappentext direkt meinen Irrtum verraten, aber zu Klappentexten habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits lese ich den Klappentext gerne, um ein Urteil für oder gegen den Kauf treffen zu können, andererseits hatte ich die schönsten Lesestunden mit Büchern, deren Inhalt ich mir vorher nicht so genau angeschaut habe. Zum Beispiel mit Harry Mulischs „Das Attentat“, Ian McEwans „Abbitte“ und jetzt auch Tom Rachmans „Aufstieg und Fall großer Mächte“. Oftmals verrät der kurze Text auf der Rückseite unnötig Details, noch häufiger allerdings ist der Inhalt einfach völlig falsch wiedergegeben oder er fokussiert auf eine Nebensächlichkeit. Ich überfliege diese daher nur, suche nach Schlagwörtern, will dabei nicht zu viel erfahren von der Welt dazwischen. „Tom Rachman – Aufstieg und Fall großer Mächte“ weiterlesen

Henning Mankell – Die schwedischen Gummistiefel

Als Henning Mankell im Oktober 2015 verstarb, musste ich daran denken, dass ich viel zu wenig Bücher von ihm gelesen habe. Dabei gefielen mir die Wallander-Krimis ganz gut. Zu einer Sammlung kam es aber nie. Fast ein Jahr nach seinem Tod erschien sein letztes Buch. Ein Wiedersehen mit Fredrik Welin aus dem Roman „Die italienischen Schuhe“, den ich allerdings nicht gelesen habe. Dennoch bewarb ich mich für die Leserunde bei lovelybooks.de und hatte Glück. „Henning Mankell – Die schwedischen Gummistiefel“ weiterlesen

Ian McEwan – Kindeswohl

Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen. Gekauft habe ich es gleich nachdem es als Taschenbuch herauskam. Doch lesen wollte ich es erst mit absoluter Ruhe und ausreichend Zeit. Ian McEwan war der Autor, der mich zum Booknerd machte. Seit der Lektüre seines Romans „Abbitte“ im Jahr 2003 beschäftige ich mich intensiv mit Büchern. „Ian McEwan – Kindeswohl“ weiterlesen

Frank Schulz – Onno Viets und der Irre vom Kiez

Das hier besprochene Buch stammt aus dem Rowohlt Taschenbuch Verlag. Bei Aufruf eines Tagesgewinns [es handelte sich um „Tram 83“] des Hanser-Adventskalenders 2016 bei amazon (ja, ich gebe zu, meine Wunschlisten pflege ich dort, auch wenn ich lokal kaufe) fiel mir gleich ein Buch in der Kategorie „Kunden, die diesen Artikel kauften, kauften auch…“ auf: „Onno Viets und der weiße Hirsch“ von Frank Schulz.

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Edgar Rai – Nächsten Sommer

Felix lebt in einem Bauwagen auf einem brach liegenden Baugrundstück. Er ist ein Zahlengenie, sein ganzer Besitz passt in einen Rucksack, er hat die Schule kurz vor dem Abi geschmissen und weiß nicht so richtig, was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Jetzt hat er ein Haus geerbt. Das Haus seines Onkels Hugo in Südfrankreich. Warum hat sein Onkel ihm dies vererbt und nicht seinem Vater, der es unter allen Umständen haben will. Sein Vater, der für Felix immer nur Verachtung und wenig Liebe übrig hatte. „Edgar Rai – Nächsten Sommer“ weiterlesen