Hanns-Josef Ortheil – Lesehunger: Ein Bücher-Menü in 12 Gängen

Hanns-Josef Ortheil bittet zum Interview in sein hoch gelegenes Gartengelände in Stuttgart mit Blick über die Stadt. Die Interviewerin wird schlicht „Besucherin“ genannt, ihre Identität bleibt unbekannt. Sie sprechen zwei Tage über Bücher, das Lesen und das Schreiben. Herausgekommen ist ein Bücher-Menü in 12 Gängen. „Hanns-Josef Ortheil – Lesehunger: Ein Bücher-Menü in 12 Gängen“ weiterlesen

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Sylvia Beach – Shakespeare and Company

Sylvia Beach beschreibt in ihrem Buch „Shakespeare and Company“ ihre Zeit als Buchhändlerin im Paris der Zwanziger und Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts.

1919 eröffnete sie in Paris eine Buchhandlung und Leihbücherei für englischsprachige Literatur. Rasch nach Eröffnung ging die Kunst- und Kulturszene in ihrem kleinen Laden ein und aus. Es wurden Lesungen gehalten, kleine Literaturzeitschriften verlegt, es kamen Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Regisseure etc. Zu ihren Kunden und Freunden gehörten Ezra Pound, André Gide, Thorntn Wilder, T. S.Eliot, Gertrude Stein, Ernest Hemingway und viele mehr. „Sylvia Beach – Shakespeare and Company“ weiterlesen

Christiane Zschirnt – Bücher: Alles, was man lesen muss

Das letzte Vierteljahr war nicht gerade von guter Lektüre geprägt. Ein enttäuschender Krimi reihte sich an den anderen. Das führte bei mir zu immer weniger Lust am Lesen. Das verlorene Symbol“ war eine Qual von 750 Seiten über zwei Monate. Lauras letzte Party“ verärgerte mich durch die fehlende Logik. Im Anschluss begann ich ca. acht neue Bücher auf der Suche nach dem Einen, das mich wieder fesselt, mich endlich wieder in eine andere Welt holt. Vergebens…

So nahm ich resigniert das Buch von Christiane Zschirnt in die Hand. Schon das Cover ließ mich stutzen. Es sieht doch SchwanitzBildung“ verblüffend ähnlich. Wieder so ein Buch, dass auf eine Erfolgswelle steigt und darauf ein wenig mitreitet? Und dann dieser Titel „Bücher: Alles was man lesen muss“. Schon wieder diese Parallele zu SchwanitzBildung: Alles was man wissen muss„. Wer will mir hier denn so unverblümt vorschreiben, was ich zu lesen habe? Andererseits konnte es schlimmer nicht mehr kommen und das Buch ist nur geliehen. So fing ich widerwillig mit der Lektüre an – und legte es die nächsten drei Tage nur noch selten aus der Hand. „Christiane Zschirnt – Bücher: Alles, was man lesen muss“ weiterlesen

Michael Maar – Heute bedeckt und kühl

 

Nahezu jeder hat es schon einmal getan, heimlich, versteckt, ganz offen, regelmäßig, sporadisch:

Tagebuch schreiben.

Michael Maar-Heute bedeckt und kühlDoch in dieser Fertigkeit gibt es einige Perlen, die sich deutlich von anderen abheben. Und Michael Maar hat sie alle gelesen. In seinem Großessay geht er der Frage nach, warum Menschen Tagebuch schreiben.
Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Gründe völlig unterschiedlich sind. Die einen ordnen am Ende eines Tages ihre Gedanken, andere wollen sich später an etwas erinnern, einigen dient es als tägliche Schreibübung, anderen zur Selbsterfindung, manche schreiben bewusst für die Nachwelt, einzelne vernichten ihre Memoiren vor ihrem Tod. Sie vertrauen ihren Tagebüchern Dinge an, die sie ihren Mitmenschen nicht mitteilen würden. So werden banale Alltagsdinge wie das Wetter mit Ereignissen der Weltpolitik, Klatsch und Tratsch mit Wutausbrüchen vermischt. „Michael Maar – Heute bedeckt und kühl“ weiterlesen