Magnus Mills – Indien kann warten

Mills_Indien kann wartenDieses schmale Büchlein steht mittlerweile seit über zehn Jahren ungelesen in meinem Regal. Es wurde mir damals von jemandem geschenkt, der meine Leseleidenschaft teilte und von diesem Band sehr begeistert war. Obwohl er es mir nachdrücklich empfahl, habe ich mich jetzt erst erbarmt und bin enttäuscht. Vielleicht passt das Buch auch einfach nicht die heutige Zeit, eventuell habe ich den richtigen Lesezeitpunkt verpasst durch mein langes Zögern. Es hat mich einfach gelangweilt. Während Andreas Seethaler auf gut 180 Seiten ein ganzes Leben mitreißend erzählt, schafft es Magnus Mills nicht einmal auf gut 230 Seiten wenigen Wochen etwas Spannung einzuhauchen. „Magnus Mills – Indien kann warten“ weiterlesen

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Jorge Bucay – Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Demian ist verzweifelt. er hat so viele Fragen an das Leben, findet aber keine Antworten. Verzweifelt wendet er sich an den Psychoanalytiker Jorge. Doch der wendet eine seltsame Therapie an. Statt Demian Antworten oder Medikamente zu geben, erzählt er ihm Märchen, Sagen der klassischen Antike, sephardische Legenden, Sulfi-Gleichnisse, Zen-Weisheiten oder eigene erfundene Geschichten. Anfangs ist Demian irritiert und lässt sich nur zögernd auf die Therapie ein. Doch je mehr er über diese Geschichten nachdenkt, desto mehr Antworten auf seine Fragen findet er.

Fazit:
Jorge Bucay hat ein Buch zur Selbsthilfe geschrieben. Ich würde behaupten, dass jeder, egal in welcher Lebensphase, Stimmung, Krise etc. er sich befindet, mindestens eine Geschichte im Buch entdeckt, die ihm hilft, eine andere Perspektive bietet oder einfach zum Nachdenken anregt. Ich habe in dem Buch keine Hilfe gesucht aber ich habe sie gefunden. Gleich die erste Geschichte hat mich sehr beeindruckt und lange beschäftigt. Die Geschichte vom Zirkuselefanten, der an einen Holzpflock gebunden ist. Was hält den Elefanten zurück? Warum befreit er sich nicht und flieht? Es wäre eine Leichtigkeit für ihn. Der Elefant flieht nicht, weil er nicht daran glaubt, dass er es kann. Er hat von klein auf gelernt, dass sein Kampf aussichtslos ist. Und so geht es auch vielen Menschen. Sie nehmen Chancen nicht wahr, weil sie vielleicht vor langer Zeit einmal daran gescheitert sind und nun nicht mehr daran glauben, dass sie es schaffen können. Die Lehre, die man aus dieser Geschichte ziehen kann: Der einzige Weg herauszufinden, ob man etwas kann oder nicht, ist es auszuprobieren, mit vollem Einsatz, mit ganzem Herzen.

Die Weisheit der dritten Geschichte beschäftigt mich ebenfalls immer wieder. Wenn man sich von etwas oder jemandem abhängig fühlt, sollte man sich bewusst machen: „Es ist nicht die Brust, die nährt, es ist die Milch.“

So geht es mit nahezu jeder Geschichte. Mal denkt man mehr darüber nach, mal weniger. Eine Antwort findet man in diesem Buch auf jeden Fall, auch wenn man die Frage noch gar nicht kennt.