Kindle Unlimited – Ein Erfahrungsbericht

Immer mal wieder reizt mich dieses Angebot von amazon: Kindle Unlimited. So viele eBooks für einen monatlichen Festpreis wie gewünscht zu lesen und wieder zurückgeben.  Das Repertoire umfasst 1,6 Millionen eBooks und Zeitschriften. Doch trotz dieser überwältigenden Zahl habe ich wenig Bücher gefunden, die mein Interesse wecken. Die Bücher meiner doch gar nicht so umfangarmen Wunschliste sind gar nicht zu finden. Verstehe ich nicht. Das Prinzip einer Bibliothek ist ja nicht viel anders, das Angebot aber umso verlockender. So konnte ich mich bisher zu keinem kostenpflichtigen Abo durchringen. Ohne zu zögern würde ich eines für 9,95 EUR pro Monat abschließen, wenn die Auswahl ansprechender wäre. Das Angebot von PrimeReading ist dabei noch schlimmer.

Jetzt hatte ich aber das Glück, bei einem Gewinnspiel ein kostenfreies 3-Monats-Abo zu gewinnen. Dann kann ich es ja doch mal gefahrfrei probieren. Nach eingehender Suche im Katalog habe ich dann auch ein paar Bücher entdeckt, die ich wohl lesen möchte. Sehr gut gefällt mir dabei die Kombination aus eBook und Audiobook. Ich kann mich entscheiden, ob ich das Buch auf dem Kindle lesen oder über audible hören möchte. Dabei wird mein Lese- und Hörfortschritt immer wieder unter den Medien aktualisiert. Eine tolle Funktion. Schon lange wünsche ich mir ja, dass ich zum Printbook automatisch das eBook dazu bekomme und mich dann individuell je nach Situation für das passende Medium entscheiden kann. Ich bin durchaus bereit bei einem entsprechenden Angebot mehr für das Printbook zu zahlen.

Ich werde Kindle Unlimited nun die nächsten drei Monate so intensiv wie möglich nutzen. Sollte ich wider Erwarten dabei auf eine echte Perle stoßen, folgt eine ausführliche Rezension, sonst nur eine Kurzmeinung an dieser Stelle:

  • Annis Bell – Die Tote von Rosewood Hall:
    „Durchschnittlicher Wohlfühlkrimi aus dem Adelskreis“
  • Matthew Costello/Neil Richards – Mord an der Themse:
    „Kurzweiliger Krimi aus den Cotswolds“
  • Matthew Costello/Neil Richards – Das Geheimnis von Mogdon Manor:
    „Kurzweiliger Krimi aus den Cotswolds“
  • Matthew Costello/Neil Richards – Mord im Mondschein:
    „Kurzweiliger Krimi aus den Cotswolds“
  • Matthew Costello/Neil Richards – Die Nacht der Langfinger:
    „Kurzweiliger Krimi aus den Cotswolds“
  • Matthew Costello/Neil Richards – Der letzte Zug nach London:
    „Kurzweiliger Krimi aus den Cotswolds“
  • Matthew Costello/Neil Richards – Die verfluchte Farm:
    „Kurzweiliger Krimi aus den Cotswolds“
  • Matthew Costello/Neil Richards -Die Leiche im See:
    „Kurzweiliger Krimi aus den Cotswolds“
  • Tedine Sanss – Ein Pfau im Park:
    „Ein lustiger Krimi auf dem Lande. Hat mir gut gefallen.“
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Candy Bukowski – Wir waren keine Helden

Bukowski_Wir waren keine Helden2016 war dieser Debütroman in aller „Blogger“munde. Das liegt wohl größtenteils auch daran, dass Karla Paul, die im Bereich Social Media sehr aktiv ist, hier das Lektorat innehatte und entsprechend Werbung gemacht hat. Diese Begeisterung hat mich ebenfalls zum Kauf bewogen. Doch es hat sehr lange gedauert, in den Roman zu finden. Dieser besondere atemlose Erzählstil scheint auf einen Höhepunkt hinzuarbeiten. Der ganze Roman liest sich wie eine Einleitung, doch man wartet vergeblich darauf, dass die Geschichte beginnt. Erst im letzten Drittel konnte er mich doch noch packen. Nachdem ich das Warten aufgegeben und mich ganz auf diese Hetze eingelassen hatte. „Candy Bukowski – Wir waren keine Helden“ weiterlesen

Doris Röckle – Die Flucht der Magd

Ich gebe zu, nach dem Prolog und der ersten Erwähnung der geheimnisvollen Lanze des Longinus habe ich die Augen verdreht. Was für eine schlechte Erfindung. Doch kurz bei Google vorbeigeschaut musste ich überrascht feststellen, dass es die Lanze wirklich gibt und diese im Mittelalter eine begehrte Reliquie war. Na gut, lesen wir mal weiter. „Doris Röckle – Die Flucht der Magd“ weiterlesen

M. C. Beaton – Agatha Raisin und die Tote im Feld

Wenn man mich fragt, welche Genres ich gerne lese, antworte ich meist „Alle, aber am liebsten Romane“. Schaut man sich dann aber meine Liste der gelesenen Bücher an, tummeln sich dort überproportional viele Krimis, Cozies und Thriller. Mein Lieblingsgenre ist dennoch der Roman. Einfacher ist es jedoch einen Krimi zu lesen. Das ist kurzzeitige Unterhaltung, gepaart mit Spannung und im Falle der Cozies auch ein wenig Humor. Nichts woran ich noch Jahre später denken müsste. Anders dagegen die Romane, bevorzugt die ganz dicken, umfangreichen Geschichten. Diese Wälzer sind für mich eine Herausforderung, denn ich tauche vollständig ein, lebe einige Zeit mit ihnen, kenne die Charaktere und ihre Marotten, fühle mit ihnen. Das ist psychische Schwerstarbeit und daher lese ich nur wenige Romane im Jahr, die aber umso intensiver. Ganz selten folgt einem guten Roman auf meiner Leseliste direkt der nächste. Man kauft sich auch nicht sofort einen neuen Hund, wenn der alte verstorben ist. Romane müssen nachhallen, verarbeitet werden, einige werden über Jahre gedanklich weitergeschrieben. Krimis, Thriller und Cozies dienen indes der Trauerarbeit. Sie machen den Kopf wieder frei für neue Geschichten. „M. C. Beaton – Agatha Raisin und die Tote im Feld“ weiterlesen