rex_stoutSeit einiger Zeit beobachte ich einen neuen Trend in der Buchbranche, eigentlich sogar zwei: alte, zum Teil längst vergessene Autoren/Romane/Krimireihen werden neu aufgelegt, meistens sogar in neuer Übersetzung. Bastei-Lübbe veröffentlicht gerade nach und nach die verhältnismäßig jungen Reihen um die Ermittler Agatha Raisin und Hamish Macbeth als ebook und Taschenbuch. Rowohlt bringt die Kriminalromane um Lord Peter Wimsey als ebook heraus. Ross Thomas und C. S. Forester sind schon vom Alexander Verlag und dtv einer Auffrischungskur unterzogen worden.

Jetzt springt auch Klett-Cotta auf diesen Zug auf und setzt dabei gleich auch auf den zweiten Trend. Schon zu Weihnachten 2016 hat Klett-Cotta den britischen Krimiklassiker „Geheimnis in Weiß“ in einer schön gestalteten Leinenausgabe herausgebracht und legt nun mit einer Neuauflage der Nero-Wolfe-Krimis nach. Treffer! Genau mein Geschmack: eine alte Krimireihe, ein skurriler Ermittler, eine optisch schön gestaltete Ausgabe mit Leineneinband und das ganze zu einem fairen Preis. Dazu kommt noch, dass auch lovelybooks.de einen guten Job gemacht und mich erfolgreich mit der überraschenden Zusendung eines Leseexemplars angefüttert haben. Danke euch Klett-Cotta. Ich bin euer Kunde für diese Reihe. Das Buch überzeugt aber nicht nur optisch und haptisch, sondern auch mit Inhalt.

Worum geht es? 
Der übergewichtige eigensinnige Privatermittler Nero Wolfe erhält einen Auftrag von der reichen Witwe Rachel Bruner, die sich vom FBI verfolgt fühlt, nachdem sie zahlreiche Exemplare eines Enthüllungsbuchs an namhafte Personen schickte. Nero Wolfe soll nun das FBI dazu zwingen, die ständige Überwachung der Millionärswitwe aufzugeben. Ein unmöglicher Auftrag. Mit dem FBI legt man sich nicht ungestraft an. Doch der Scheck in Höhe von 100.000 USD lässt Wolfe keine Wahl. Zusammen mit seinem Assistenten Archie Goodwin nimmt er den Auftrag an.

Rex Stout bringt in seinem Kriminalroman einen neuen Gegenspieler des Privatermittlers ins Spiel: das FBI. Geht es in der Regel um die Konkurrenz und Zuständigkeitsrangelei zwischen Privatermittler und Polizei, tritt hier eine Institution auf den Plan, die wenig berechenbar und übermächtig erscheint. Bis zum heutigen Tag möchte man lieber nicht in das Visier des FBI geraten, denn die operieren im Hintergrund, stehen selten mit einem Durchsuchungsbeschluss oder Haftbefehl vor der Tür, sondern beschatten, verfolgen, schaffen Tatsachen. Heute tummeln sich zahlreiche FBI-Romane auf dem Buchmarkt, im Erscheinungsjahr war dieses Thema aber mutig und sorgte auch für entsprechende Aufregung. Ich bin schon gespannt auf die kommenden Bände.

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