Blicke ich zurück auf das Jahr 2016, so weit muss ich ja noch nicht schauen, kann ich mich an viele gute Bücher und nur wenige Enttäuschungen erinnern. Von den 38 gelesenen stachen 16 Highlights heraus und nur zwei fallen als Enttäuschung völlig ab. Das ist ein super Ergebnis, wenn man mal an das maue 2015 zurückdenkt. Da fällt es mir allerdings schwer, die Top 3 des Jahres zu küren.

Platz 1 ist unumstritten: „Der Geiger“ von Mechtild Borrmann. Unerreichbar das beste Buch des Jahres. Doch welches folgt? Ein Sachbuch? Ein Krimi? Oder doch ein Roman?
Auf dem zweiten Platz landet „Knapp am Herz vorbei“, der Roadtrip durch die kriminelle Vergangenheit New Yorks mit einer lebenden Legende von J. R. Moehringer.
Den dritten Platz belegt „Ein ganzes Leben“. Diese wunderschöne Lebensgeschichte eines Arbeiters aus den Bergen von Robert Seethaler.

Den letzten Platz nimmt der „Garou“ von Leonie Swann ein, auch wenn es wirklich ein toller Titel ist. Der Inhalt dagegen war ein wirrer Schafskrimi.

Fazit des Lesejahrs 2016: Gute Geschichten brauchen nicht viele Seiten („Ein ganzes Leben“, „Der Geiger“, „Fünf Viertelstunden bis zum Meer“, „Nächsten Sommer“) und gute Krimis brauchen kein Blutbad („Die Falle“, „Geheimnis in Weiß“).

Schaue ich auf das Jahr 2017, es ist ja noch nicht so alt, sehe ich einen großen SuB und eine noch größere Wunschliste. Da sollten ein paar Eckdaten geplant werden, bevor es ausufert:

  1. Regelmäßiger bloggen
    Das nehme ich mir jedes Jahr wieder vor und irgendwann klappt es auch.
  2. Leseziel: 52 Bücher – pro Woche ein Buch
    Zur Motivation habe ich mich direkt zu Jahresbeginn mit 30 Büchern bei der lovelybooks Themenchallenge 2017 angemeldet.
  3. Mehr Bücher von liebgewonnenen Autoren lesen
    z.B. Ian McEwan, Elisabeth Strout, Mechtild Borrmann…
  4. Neue Autoren entdecken
    z.B. John Irving, Jakob Arjouni…
  5. Das unbekannte Unbekannte entdecken
    Kurz vor Jahresende habe ich die Liebeserklärung an die Buchhandlung von Mark Forsyth in der Badewanne gelesen. Darin plädiert ihr für den Besuch guter Buchhandlungen, in denen man noch das Glück haben kann, das zu finden, wonach man gar nicht gesucht hat. Vielleicht passiert es mir ja in diesem Jahr wieder. Ein paar Mal durfte ich es schon erleben: das Buch zu lesen, von dem man vorher nie gehört hat, keine Erwartungen hatte und das sich dann zu einem richtigen Schatz entpuppte:
    „Abbitte“ von Ian McEwan und „Das Attentat“ von Harry Mulisch.
  6. Leseurlaub
    Schon lange wünsche ich mir einen richtigen Auszeit-Urlaub. Das Ideal: Drei Wochen Urlaub auf Langeoog in einem kleinen gemütlichen Ferienhäuschen ohne TV, mit einem Koffer voller Bücher, viel Lesezeit und frischer Meeresluft. Aber dafür habe ich zu wenig Urlaubstage und zu viele weiße Flecken auf der Landkarte. Eine Woche muss daher reichen, eine ganze, von Sonntag bis Sonntag. Wetter egal.
  7. Mehr Lesezeit durch mehr Schlaf und bessere Organisation
    Ich verplemper immer noch zu viel Zeit vor dem Fernseher und in den Sozialen Medien. Der schlimmste Zeitfresser: Pinterest! Stundenlang kann ich da abends oder morgens im Bett meine zahlreichen Pinnwände hegen und pflegen. Diese Zeit soll reduziert und in Schlaf und dadurch auch mehr Lesezeit investiert werden. Wie es mich immer ärgert, wenn mir nach wenigen Seiten die Augen zufallen. Buch statt Pinterest, Hörbuch auf die Ohren statt TV im Hintergrund.

Ich erwarte Großes von diesem Jahr. Ein Jahr voller Entdeckungen.

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