Pfeiler der MachtAn einem heißen Tag im Mai 1866 ändert sich das Leben von Hugh Pilaster, einem dreizehnjährigen Schüler der Windfield School, und seinen Freunden Peter Middleton und Tonio Silva grundlegend. Peter ertrinkt bei einer Rangelei mit Hughs zwei Jahre älterem Cousin Edward Pilaster und dessen Freund Micky Miranda im Badeteich. Hugh wird noch am selben Tag von der Schule genommen, da sich sein Vater Tobias Pilaster, schwarzes Schaf der Londoner Bankiersfamilie Pilaster, nach dem Bankrott seiner Textilfirma umbrachte. Tonio Silva bricht nach der Tragödie völlig verängstigt den Kontakt ab.

Fortan wächst Hugh im Haus seiner Tante Augusta und seines Onkels Joseph zusammen mit Edward auf und durchläuft mit entsprechendem Alter eine Banklehre in der Bank der Familie. Doch die Frage, wie der hervorragende Schwimmer Peter im Badeteich bei relativ harmlosen Neckereien ertrinken konnte, lässt ihn nicht los. Schnell zeigt sich Hughs herausragendes Talent für Finanzgeschäfte; Edward dagegen, angehender Teilhaber, bevorzugt es, sich mit Micky Miranda in den Clubs und Etablissements Londons zu vergnügen. Das kann Augusta, seine ehrgeizige Mutter, nicht mit ansehen und so intrigiert sie im Hintergrund gegen ihren Neffen und beeinflusst ihren Sohn. Doch nicht nur Augusta manipuliert Edward, auch sein bester Freund Micky Miranda, unter Druck gesetzt von seinem eigenen brutalen Vater, einem machthungrigen Großgrundbesitzer in Cordoba, benutzt ihn für seine Zwecke.  Durch einen glücklichen Zufall erwischt Augusta Hugh mit einem Gossenmädchen, Maisie Robinson, eine Schande für den guten Ruf der Familie. Sie schicken ihn zur Strafe in die USA.

Jahre später kehrt Hugh als gemachter, erfolgreicher Mann nach London zurück und ist als Experte für den US-Markt heiß begehrt. Edward ist mittlerweile Teilhaber der Bank und investiert immer mehr in wenig erfolgversprechende Cordoba-Anleihen. Als Hugh das Ausmaß der Verflechtung der Bank mit Cordoba durchblickt, versucht er mit aller Macht dagegen zu steuern. Doch Augusta und Micky Miranda führen ihr Spiel mit allen Mitteln fort und schrecken dabei selbst vor Gewalt nicht zurück. Da bricht ein Bürgerkrieg in Cordoba aus, die Anleihen geraten in Schieflage. Wird es Hugh gelingen, die Bank vor dem nahenden Bankrott zu retten?

Fazit
Ein typischer Ken Follett Roman: spannend, detailreich, dramatisch, historisch, aber kurzweilig. Eine Geschichte über den Finanzstandort London Ende des 19. Jahrhunderts, über die Upper Class, über die Ärmsten der Armen, über Liebe, Verrat, Gewalt etc. Habe dieses Buch aus meinem SuB gewählt, da es als ZDF-Zweiteiler Ende Januar im TV lief und es die Gelegenheit war, dieses vorher zu lesen. Die Lektüre des Buches habe ich nicht bereut, hatte einige schöne Lesestunden.

Den ZDF-Zweiteiler hätte ich mir dagegen lieber sparen sollen. Der war grauenhaft überspitzt, schlecht besetzt (bis auf wenige Ausnahmen), albern und hatte wenig bis gar nichts mit der Buchvorlage zu tun. Es gibt eben doch keine guten Romanverfilmungen.

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Ein Kommentar zu „Ken Follett – Die Pfeiler der Macht

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