Das verlorene SymbolProfessor Robert Langdon bricht sofort auf, als ihn sein alter Freund und Mentor, Peter Solomon, Leiter des Smithonian Institute in Washington D.C., kurzfristig um einen Vortrag über Symbolik in der Architektur in die Hauptstadt bittet. Doch ihn erwartet kein gespanntes Publikum, sondern eine abgetrennte menschliche Hand, die mit eigentümlichen Symbolen verziert wurde,  mitten in der Rotunde des Kapitols. All das inszeniert von einem fanatischen Mörder, der mit allen Mitteln hinter ein Geheimnis kommen will, bei dessen Lösung ihm nur Professor Langdon helfen kann. Ein Geheimnis, dass tief in der Architektur der Metropole, geprägt von den Freimaurern, verankert ist und dem Entdecker unvorstellbare Macht verleihen wird. Robert Langdon bleiben nur wenige Stunden, das Rätsel zu lösen. Doch nicht nur der Mörder, der seinen besten Freund in seiner Gewalt hat, übt Druck auf ihn aus, sondern auch die Brüder der Freimaurerloge, die ihr Geheimnis unbedingt gewahrt haben wollen sowie die CIA.

Fazit
Die Dan Brown Thriller sind leider immer nach dem selben Muster gestrickt: Ein irrer Killer will unbedingt einen symbolhaltigen Gegenstand, ein Geheimnis, eine alte Schrift in seinen Besitz bringen, geht dafür über Leichen und kann nur von Professor Robert Langdon, dem berühmten Symbolologen, gestoppt werden. Immer dabei: irgendwelche Geheimbünde, bevorzugt die Freimaurer. Nimmt man Browns bisherige Thriller für bare Münze, basiert die komplette westliche Wertewelt auf einer Gruppe von Männern, die sich regelmäßig im Verborgenen treffen, Gedanken austauschen und bizarre Rituale abhalten. Jedes berühmte Gemälde hat eine geheime Botschaft, sei es die Mona Lisa, das letzte Abendmahl oder Dürers Melancholia. Jedes berühmte Gebäude hat eine geheime Architektur, sei es das Pantheon in Rom, der Louvre in Paris oder das Washington Monument in Washington. Und Dan Brown kennt sie alle.

Im ersten Langdon-Thriller „Illuminati“ war das Konzept spannend, faszinierend, beeindruckend. Im dritten Band ist es langweilig, unglaubwürdig, abgenudelt. Kommt wahrscheinlich auch daher, dass man über das Internet so übersättigt ist von den ganzen Spinnereien wie Chemtrails, BRD-GmbH, Impfgegnern, 9/11-Verschwörern etc., dass man davon nicht auch noch fiktives lesen möchte.

Ja, man kann „Das verlorene Symbol“ lesen, muss es aber nicht. Besonders die letzten 60 Seiten voller religiösem Kitsch hätte Brown sich sparen können.

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2 Kommentare zu „Dan Brown – Das verlorene Symbol

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