Lauras letzte PartyMiia Pohjavirta hat ihren Job bei der Polizei an den Nagel gehängt. Heute ist ihr erster Tag als Sozialpädagogin an ihrer ehemaligen Schule in ihrem Heimatort. Auch ihr Bruder Niklas arbeitet dort, als Schulpsychologe. Miias Plan, mit ihrem neuem Job endlich wieder zur Ruhe zu kommen, scheitert bereits am ersten Tag, als bekannt wird, dass die 16-jährige Laura verschwunden ist. Die sensationslüsterne Berichterstattung und bedeutende Rolle der sozialen Medien, bringen Miia letztendlich dazu, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei spielt die deutliche Parallele zum Verschwinden ihrer großen Schwester vor vielen Jahren ebenfalls eine bedeutende Rolle. Beide Mädchen waren zu ihrer jeweiligen Zeit sehr beliebt, hübsch, gut in der Schule. Und beide haben sich in den Monaten vor ihrem Verschwinden stark verändert, sowohl äußerlich als auch innerlich. Miia, die ehemalige Expertin für Social Media bei der Polizei, durchforstet die entsprechenden Plattformen, kommt mit Mitschülern in Kontakt und erfährt mehr über die Hintergründe. Und dabei stößt sie immer wieder auf einen Beschuldigten: Ihren Bruder Niklas. Dieser hat sich in den letzten Monaten sehr intensiv mit Laura beschäftigt, sie sogar außerhalb des Schulgebäudes getroffen. Was weiß er über die Umstände? Oder ist er vermutlich sogar Schuld am Verschwinden der Schülerin. Und plötzlich wird am Strand eine Mädchenleiche gefunden…

Fazit:

Dieser „dunkle, psychologische Thriller“, wie er so vollmundig angekündigt wurde, hat mich wirklich verärgert. Die Handlungen und Reaktionen, Rückschlüsse der Hauptpersonen waren nicht nachvollziehbar. Die „Internetexpertin“ Miia Pohjavirta beschränkt ihre Expertise auf den Chat bei Facebook, denkt eigentlich nur an ihren Liebhaber, den sie sei zwei Tagen kennt und lässt sich von Teenagern veräppeln. Der Schulpsychologe lässt Akten verschwinden und trifft sich mit seinen Schülern zum Kiffen in deren Probenraum. Doch wirklich ärgerlich war der Schluss. Laura, das verschwundene Mädchen stand niemals im Mittelpunkt. Als dann eine Leiche gefunden wird, ist auf zwei Seiten geklärt, dass es die Gesuchte ist, ein Unfall wird bescheinigt und der Fall zu den Akten gelegt. Der Umstand, dass ein 16-jähriges Mädchen einen extrem hohen Hormonspiegel zum Zeitpunkt ihres Todes hatte und ihren Freunden anvertraut hat, dass sie bald sehr viel Geld für einen kurzen Eingriff unter Narkose erhalten wird, bleibt einfach so im Raum stehen. Die ganze Geschichte über kann der Leser nicht nachvollziehen, wie Miia auf ihre Schlussfolgerungen kommt und dann wird ihr die Lösung auf dem Silbertablett präsentiert und sie greift nicht zu. Ein solch unschlüssige Geschichte ärgert mich. Mag ja sein, dass der Band nur als Auftakt der Trilogie gewertet werden sollte und der dritte Teil die ganz  große Überraschung birgt, aber dieses Buch hat kann mich nicht dazu verleiten, die anderen beiden Bände zur Hand zu nehmen.

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2 Kommentare zu „J. K. Johansson – Lauras letzte Party

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