Rosie ProjektDon Tillman, Genetikprofessor an einer nicht weiter definierten Universität in Australien, sportlich, hochintelligent, diszipliniert, hat sich in den Kopf gesetzt, eine Ehefrau zu finden.

Doch das gestaltet sich als gar nicht so einfach, da Dr. Tillman in zwischenmenschlichen Kontakten eher eine Niete ist. Ironie und Witz erkennt er nicht, auf Floskeln weiß er nicht zu antworten, vielen Menschen stößt er mit seiner unverblümten Art vor den Kopf. Außerdem möchte er in seinem durchstrukturieren Alltag keine Zeit verlieren mit Frauen, die sich nach einigen Tagen doch als ungeeignet herausstellen. Speeddating und Co. schließt er daher nach einigen Versuchen als effektive Partnersuche aus.

Er entwickelt einen Fragebogen anhand dessen Beantwortung er die ideale Ehefrau finden möchte.  Sie muss pünktlich sein, gerne Rad fahren und logisch denken. Wenn sie raucht oder trinkt oder sich vegetarisch ernährt, ist das Ausfüllen des Fragebogens unnötig.

Doch dann tritt plötzlich Rosie in sein Leben, die raucht, trinkt, nahezu vegetarisch lebt und chronisch unpünktlich ist. Gemeinsam suchen sie anhand von, unter widrigsten Umständen erworbenen DNA-Proben, Rosies leiblichen Vater, den ihr ihre Mutter nicht nennen wollte. Rosie bringt völlige Unordnung in Dons Leben, er hält seinen durchgetakteten Putzplan nicht mehr ein, trinkt übermäßig viel Alkohol, kommt zu spät ins Bett und kocht nicht die für den Wochentag vorgesehenen Gerichte. Aber seine zukünftige Ehefrau kann Rosie nicht werden, sie widerspricht schließlich allen Bedingungen des Fragebogens. Oder ist es doch echte Zuneigung, gar Liebe?

Fazit

Dr. Don Tillman erninnert direkt auf den ersten Seiten an Dr. Sheldon Cooper aus der Serie „The Big Bang Theory“. Ebenso durchstrukturiert, ironieblind und sozial unverträglich. Und genau das nimmt dem Buch die Raffinesse. Ich habe es gerne gelesen, fand es auch wirklich lustig und kurzweilig, doch ich hatte immer den Eindruck, dass ich die Geschichte schon kenne.

Dennoch kam die romantische Botschaft des Buches an: Der ganz persönliche Mr. Perfect muss gar nicht so perfekt sein. Die Fortsetzung erspare ich mir allerdings.

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