Agatha Raisin 2Agatha Raisin kehrt nach einer zweiwöchigen Reise auf die Bahamas beschämt in ihr kleines Cottage in den Cotswolds zurück. Ursprünglich wollte sie dort ganz zufällig auf ihren attraktiven Nachbarn James Lacey treffen, der sich jedoch kurzfristig für eine Ägyptenreise entschied.

Nun sitzt die Frührentnerin wieder in dem kleinen langweiligen Dörfchen, mit ihrer Katze, die nur Arbeit verursacht, der distanzierten Höflichkeit der Dorfbewohner und dem abweisenden Nachbarn. Gerade als sie sich zu einem Comeback in der PR-Branche und dem Verkauf ihres Cottages entschlossen hat, eröffnet ein gut aussehender, alleinstehender Tierarzt mittleren Alters seine neue Praxis im Dorf. Der Frauenverein steht Schlange mit allerhand Haustieren und deren erfundenen Leiden. Auch Agatha schleppt ihren kerngesunden Kater Hodges zu Dr. Paul Bladen und wird prompt mit einer Einladung zum Dinner belohnt.

Doch während des Dinners in einem schäbigen griechischen Lokal lässt Dr. Bladen schnell seine wahre Absicht durchblicken. Er will Geld, angeblich für den Bau einer Tierklinik. Agatha, erst vor Kurzem dem Betrug eines ehemaligen Kollegen entkommen, verwehrt ihm dieses.

Am nächsten Morgen wird der Tierarzt tot in einem Pferdestall aufgefunden. Mit einer großen Beule am Hinterkopf und einer tödlichen Injektion eines Narkosemittels. Dass die Polizei dennoch von einem Unfall ausgeht, kann Agatha nicht glauben und beginnt auf eigene Faust mit der Nachforschung. Als sie dabei auch noch die Bibliothekarin Mrs. Josephs, die vollmundig verkündet hatte, alles über den Tierarzt auszuplaudern, tot im Badezimmer auffindet, ist ihr klar, dass etwas an der Sache nicht stimmt.

Zusammen mit James Lacey, der sich aufgrund Agathas aktueller Distanziertheit wieder in ihre Nähe traut, macht sie sich an die Detektivarbeit. Warum haben die Damen des Dorfes dem toten Tierarzt so hohe Beträge zur Verfügung gestellt? Was ist aus dem Geld geworden? Warum erbt der Praxispartner alles?

Agatha und James wirbeln eine Menge Schmutz auf und geraten schnell ins Visier des Mörders.

Fazit:
Der zweite Kriminalband rund um die unsympathische Hobbydetektivin Agatha Raisin wurde bereits im Jahr 1993 geschrieben, allerdings wird die aktuell 25 Bände umfassende Serie erst seit 2013 nach und nach ins Deutsche übersetzt. Und ich hoffe, dass Bastei Lübbe dies bis zum letzten Band durchzieht. Agatha Raisin ist unhöflich, herrisch, patzig, also durch und durch eine Antiheldin. Aber mit viel Hartnäckigkeit und Penetranz kommt sie den Dingen auf die Spur. Es ist keine hohe Literatur und auch keine verzwickte Kriminalkunst, aber es macht Spaß die Reihe zu lesen. Perfekt für den Kindle und das Lesen unterwegs, da man nicht total konzentriert lesen muss und es nie so spannend wird, dass man nicht mehr aufhören will. Die nächste Haltesstelle verpasst man damit nicht.

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