Doris Röckle – Die Flucht der Magd

Ich gebe zu, nach dem Prolog und der ersten Erwähnung der geheimnisvollen Lanze des Longinus habe ich die Augen verdreht. Was für eine schlechte Erfindung. Doch kurz bei Google vorbeigeschaut musste ich überrascht feststellen, dass es die Lanze wirklich gibt und diese im Mittelalter eine begehrte Reliquie war. Na gut, lesen wir mal weiter. „Doris Röckle – Die Flucht der Magd“ weiterlesen

Rex Stout – Es klingelte an der Tür

rex_stoutSeit einiger Zeit beobachte ich einen neuen Trend in der Buchbranche, eigentlich sogar zwei: alte, zum Teil längst vergessene Autoren/Romane/Krimireihen werden neu aufgelegt, meistens sogar in neuer Übersetzung. Bastei-Lübbe veröffentlicht gerade nach und nach die verhältnismäßig jungen Reihen um die Ermittler Agatha Raisin und Hamish Macbeth als ebook und Taschenbuch. Rowohlt bringt die Kriminalromane um Lord Peter Wimsey als ebook heraus. Ross Thomas und C. S. Forester sind schon vom Alexander Verlag und dtv einer Auffrischungskur unterzogen worden. „Rex Stout – Es klingelte an der Tür“ weiterlesen

Lindsey Davis – Den Löwen zum Fraß

lindsey davis löwen frassDieses Buch ist ein echter Zufallsfund. Ein Arbeitskollege hörte von meiner stetigen Suche nach guten historischen Romanen und brachte mir dieses Buch einfach unaufgefordert mit. Es ist jetzt kein guter historischer Roman, aber dafür ein amüsanter und spannender Krimi in historischer Umgebung. Ein guter Tipp und eine weitere bereits abgeschlossene Reihe, die es sich zu lesen lohnt. „Lindsey Davis – Den Löwen zum Fraß“ weiterlesen

David Hewson – Macbeth

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich bisher kein Stück von Shakespeare gelesen habe. Jetzt kann man sagen, dass dies auch nicht zwingend notwendig ist. Doch auch der Inhalt seiner Stücke ist mir, bis auf die Ausnahme Romeo und Julia, nicht bekannt. Und das Stück kenne ich auch nur durch den Film mit Leonardo DiCaprio und Claire Danes aus den 90ern. Diese große Lücke stört mich kolossal, denn vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass im Grunde jede Liebesgeschichte und jedes Drama auf ein Shakespeare-Stück zurückgeht. Das macht ihn wohl zum Vater der Literatur und ich kenne diese Grundlage der modernen Literatur nicht. Schon lange steht daher sein Werk auf meiner „Unbedingt lesen“-Liste und zwar in der Übersetzung von Frank Günther. Eines Tages werden diese schönen schwarzen Bände alle in meiner Bibliothek stehen.

Mein Ziel ist es eigentlich, alle Stücke zu lesen und keine Adaptionen zu konsumieren. Mit meinem ersten Shakespeare mache ich dennoch direkt eine Ausnahme. An diesem Hörbuch führte im vergangenen Jahr kein Weg vorbei. Es war in aller Munde und alle Hörer waren begeistert. So habe ich mich dazu hinreißen lassen, mein audible Guthaben im Januar 2017 für dieses Hörspiel auszugeben. Ich sollte es nicht bereuen. Hier trifft Shakespeare auf Game of Thrones. Düstere Atmosphäre, eine gewaltige Geräuschkulisse und das Kapital eines jeden Hörbuchs: fantastisch gewählte Stimmen. Da wird Lady Macbeth von Claudia Urbschat-Mingues gesprochen, besser bekannt als die Feststimme von Angelina Jolie. Und Macbeth ist die Stimme der Volkswagenwerbung: Tobias Kluckert. Auch die Nebenrollen sind perfekt besetzt mit Anne Helm, Udo Schenk, Friedhelm Ptok usw.

Damit wird der 400 Jahre alte Stoff so gekonnt in Szene gesetzt, dass ich den Kopfhörer gar nicht mehr abnehmen wollte. Langeweile kommt bei diesem Hörspiel nicht auf und die Gedanken haben auch keine Zeit abzuschweifen bei dieser Action. Ich habe das Hörspiel entweder bei der Hausarbeit oder auf dem Fußweg zur Arbeit gehört und da kam es vor, dass ich an besonders spannenden Stellen einfach stehen blieb, um konzentrierter zuhören zu können. Hiermit habe ich mein Hörprodukt gefunden: das Hörspiel.